Wissenschaftler haben ein neues PhÀnomen namens "interaktiver Schlaf" identifiziert, bei dem eine schlafende Person, die einen klaren Traum erlebt, Anweisungen befolgen, einfache Fragen beantworten und sogar grundlegende mathematische Probleme lösen kann.
Schlaf ist immer noch eine Art "Grauzone" der modernen Wissenschaft. Insbesondere interessieren sich Wissenschaftler fĂŒr die REM-Schlafphase, in der wir die farbenfrohsten TrĂ€ume sehen. Die FĂ€higkeit, direkt mit einem schlafenden Menschen zu kommunizieren und sich beim Erwachen nicht von seinen Erinnerungen und Empfindungen leiten zu lassen, wĂŒrde das VerstĂ€ndnis der Psychologie dieser Phase erheblich vertiefen. Der Psychologe Ken Peller und seine Kollegen von der Northwestern University beschlossen, ein Experiment durchzufĂŒhren, bei dem sie versuchten, Feedback von Menschen zu erhalten, die klares TrĂ€umen erleben.
Die Studie umfasste 36 Personen. Eine der Testpersonen litt an Narkolepsie und erlebte regelmĂ€Ăig klare TrĂ€ume, einige Menschen erlebten ein Ă€hnliches PhĂ€nomen nur periodisch und der Rest hatte solche FĂ€lle von BewusstseinsverĂ€nderungen. FĂŒr die Reinheit der Studie wurden die Teilnehmer in vier getrennten Experimenten unter Verwendung verschiedener AnsĂ€tze getestet. Durch die Verfolgung verschiedener Schlafphasen mithilfe eines Elektroenzephalogramms des Gehirns interagierten die Wissenschaftler mit Probanden unter Verwendung von Ton, Licht und physischem Kontakt. Im Gegenzug mussten die Teilnehmer des Experiments Fragen beantworten, die eine positive oder negative Antwort erforderten, z. B. "Kennen Sie Spanisch?", Und auch elementare mathematische Probleme lösen oder ĂŒber die Anzahl der Lichtblitze und BerĂŒhrungen berichten, die sie sahen.
Die Methode zur Beantwortung der gestellten Fragen wurde von einem bestimmten Teilnehmer im Voraus genehmigt, sei es eine gezielte Bewegung der AugĂ€pfel oder einzelne Gruppen von Gesichtsmuskeln. Die Forscher versuchten, ĂŒber 57 Sitzungen einen "interaktiven Schlaf" herzustellen. Als Ergebnis des Experiments konnten die Teilnehmer in 26% der FĂ€lle bestĂ€tigen, dass sie sich in einem Zustand des klaren TrĂ€umens befanden. Der Erfolg der wechselseitigen Kommunikation wurde durch die Tatsache erschwert, dass die Menschen aufwachten und versuchten, zu blinzeln oder ihre Augen ĂŒbermĂ€Ăig zu bewegen, um die gestellten Fragen zu beantworten. Infolgedessen konnten 6 von 36 Teilnehmern in der HĂ€lfte ihrer klaren TrĂ€ume 29 richtige und 5 falsche Antworten geben.
Interaktionsbeispiel: Der SchlÀfer demonstriert die Lösung eines mathematischen Beispiels durch gezielte Augenbewegung
In diesem Beispiel erhielt der SchlĂ€fer eine Aufgabe mit dem durch blinkende LEDs ĂŒbertragenen Morsecode.
Interessanterweise erinnerten sich die SchlĂ€fer unabhĂ€ngig von der Interaktionsmethode unterschiedlich daran, wie die Intervention der Forscher ihren Schlaf ĂŒberlagerte. Zum Beispiel waren in einigen FĂ€llen die "Eingriffe" der Wissenschaftler anmutig in den Kontext des Traums verwickelt und sahen ganz natĂŒrlich aus - in Form eines freundlichen Dialogs auf einer Party, von Funkkommunikationsnachrichten oder flackernden Raumlampen. Es kam jedoch auch vor, dass der SchlĂ€fer sich der Fremdheit des Reizes voll bewusst war, aber darauf reagieren konnte, indem er den Traum fortsetzte.
Laut Peller erinnerte ihn die Interaktion mit SchlĂ€fern teilweise daran, einen Astronauten in einer anderen Welt zu kontaktieren. Nur diese Welt wurde aus den Erinnerungen und Empfindungen eines Menschen erschaffen. Laut Wissenschaftlern erweitert die Studie "Echtzeitdialog zwischen Experimentatoren und TrĂ€umern wĂ€hrend des REM-Schlafes" nicht nur das allgemeine VerstĂ€ndnis dessen, was mit dem menschlichen Gehirn wĂ€hrend des Schlafes passiert. Peller glaubt, dass "interaktiver Schlaf" in Zukunft die Grundlage fĂŒr die Behandlung einiger psychischer Gesundheitsprobleme bilden könnte. DafĂŒr haben die Forscher jedoch noch viel zu tun. Zum Beispiel wird das nicht weniger wichtige Ziel nachfolgender Experimente die Beziehung zwischen TrĂ€umen und GedĂ€chtnis sowie die Möglichkeit sein, GedĂ€chtnisressourcen im Schlaf zu verwenden, um die kognitiven FĂ€higkeiten einer Person zu bewerten und verschiedene FĂ€higkeiten zu trainieren.
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