Cybermobbing: Warum Menschen zu Beobachtern werden



Zum zweiten Mal in Folge führen wir eine rein russische Kampagne zur Bekämpfung von Cybermobbing durch - Anti-Cyberbullying Day. Wir laden alle ein, die glauben, dass Online- und Offline-Aggressionen nicht akzeptabel sind, um sich zu vereinen. 



Wir haben eine groß angelegte Studie durchgeführt und das Verhalten von Menschen untersucht, die angesichts von Aggressionen gegen andere eine beobachtende Position einnehmen. Die Ergebnisse der Studie von 2019 zeigten, dass 60% davon in RuNet vorhanden sind. Und dieses Jahr haben wir erfahren, warum Beobachter inaktiv sind, warum sie Opfern von Aggressionen helfen und ob es einen Unterschied zwischen ihren Aktionen im Internet und im wirklichen Leben gibt.



Die Forschung wurde von September bis Oktober 2020 in Zusammenarbeit mit Research.me, dem UX-Labor der Mail.ru Group und UXSSR durchgeführt. Hier können Sie die vollständigen Ergebnisse der Studie herunterladen. Einige von ihnen sind sehr traurig für unsere Gesellschaft. Die zweite Quarantäne, die Wirtschaftskrise, der Vorabend des Winters - all dies hilft den Menschen nicht, freundlicher und toleranter miteinander umzugehen. Dies wird durch die Umfrage bestätigt: Die Hälfte der Befragten glaubt, dass der Grad der Aggression in der Gesellschaft während der Pandemie zugenommen hat. Darüber hinaus ist diese Aggression im Internet oft nicht gerechtfertigt. Es ist merkwürdig, dass Menschen Unhöflichkeit und Beleidigungen im Internet für inakzeptabel halten - aber sie sind bereit, sie zur Selbstverteidigung einzusetzen. Die Analogie zu einem physischen Angriff ist unkompliziert. 





Gleichzeitig nehmen die meisten die Position eines Beobachters ein, wenn sie Zeuge von Cybermobbing werden. Und der Hauptgrund ist, dass eine öffentliche Debatte von vielen als bedeutungslos angesehen wird. Der zweitbeliebteste Grund ist, dass die Menschen das Opfer nicht persönlich kennen. Seltsame Logik, aber 28% der Befragten glauben es. Der dritte Grund, warum Menschen Cybermobbing einfach beobachten, ist, dass sie sich der Gültigkeit ihrer Argumente nicht sicher sind. Schließlich gaben 13% zu, dass sie andere nicht verteidigen, weil sie befürchten, ins Visier genommen zu werden.





Es ist also offensichtlich, dass es notwendig ist, Cybermobbing zu bekämpfen, es ist ein Teil unseres Alltags geworden.



Zusammenfassung der Forschungsergebnisse



  • Der Beobachter kann selbst zum Angreifer werden, wenn er den Angreifer nicht unterstützt, sondern den Angreifer demütigt. Für 26% der russischen Internetnutzer ist es akzeptabel, einen unhöflichen oder emotionalen Kommentar zur Verteidigung einer anderen Person zu verfassen.
  • (49%) , . (52% 46% ). .
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