Alphabet startet drahtloses Internet mit "Fiber-Free Optical" in Kenia



Die Entwickler von Alphabet haben in Kenia ein experimentelles lichtbasiertes drahtloses Netzwerk aufgebaut. Dies ist keine Glasfaser, die Basis des Systems ist ein Lichtstrahl, der auf einen entfernten Empfangspunkt - eine Empfangsstation - fokussiert wird.



Das Projekt wurde Project Taara genannt. In seinem Rahmen konnte das Unternehmen eine Datenübertragung über eine Entfernung von etwa 20 km erreichen, ohne eine kabelgebundene Infrastruktur einzusetzen. Die Tests zeigten ein gutes Ergebnis, und wenn die Feldtests gut verlaufen, wird das Projekt auf andere Länder des afrikanischen Kontinents ausgeweitet.



Im Rahmen des Projekts arbeitet Alphabet mit Econet, Liquid Telecom und Econet Group zusammen. Zusammen werden diese Organisationen den Bewohnern abgelegener Regionen Hochgeschwindigkeitskommunikation bieten. Hier gibt es jedoch eine Bedingung: Die Regionen müssen sich innerhalb der Sichtlinie der Basisstation befinden. Es ist logisch - schließlich geht es nicht um Radiowellen, sondern um Lichtstrahlung.



Das Prinzip des Netzwerks ist einfach und unkompliziert - erklärt sein GIF unten.





Soweit Sie verstehen, handelt es sich hierbei nicht um einen Laser, obwohl die Beschreibung des Projekts besagt, dass die Verbindung mit einem schmalen Lichtstrahl von einer Basisstation in der Stadt zu einer Empfangsstation im Dorf hergestellt wird. Bei der Bandbreite eines solchen Backbones handelt es sich um 20 Gbit / s +. Dies reicht Tausenden von Menschen aus, um sich gleichzeitig mit dem Netzwerk zu verbinden und YouTube anzusehen.



Im Rahmen des Projekts wird nicht ein Glied gelegt, sondern eine ganze Kette von leichten Basisstationen in Siedlungen ohne normale Kommunikation. Dies sind keine Zelltürme, ihr Design ist viel einfacher. Sie können sie auf Türmen, erhöhten Stellen, Dächern platzieren. Diese Methode der Informationsübertragung spart teure Netzwerkinfrastruktur. Die Technologie heißt Free Space Optical Communications (FSOC).





An der Empfangsstation wird das Lichtsignal in ein drahtloses Funksignal umgewandelt, mit dem sich alle Bewohner der Siedlung verbinden können. Die Technologie kann mit der traditionellen Infrastruktur der Mobilkommunikation kombiniert werden, sodass die Bewohner abgelegener Siedlungen eine Internetverbindung zur Mobilfunkverbindung haben.



Das Projekt wird von der Alphabet-Tochtergesellschaft implementiert, die zuvor Google X hieß. Ein weiterer interessanter Punkt: Project Taara "wuchs" aus Project Loon, einer Entwicklung, mit der Sie abgelegenen Regionen Kommunikation über Basisstationen auf stratosphärischen Ballons ermöglichen können. Zuerst arbeitete (und arbeitet) das Projekt mit Radiofrequenzen, aber dann machten die Teilnehmer auf die Vorteile fokussierter Lichtstrahlen als Mittel zur Informationsübertragung aufmerksam. In vielen Regionen Afrikas ist die Atmosphäre sauber, daher sollte es keine Probleme mit der Datenübertragung geben.






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