
Forscher der Schweizerischen Technischen Hochschule Zürich stellten eine Sicherheitslücke gerade bei der Autorisierung kontaktloser Zahlungen für Visa-Zahlungskarten fest. Damit können Sie das Limit für Transaktionen überschreiten, ohne eine PIN einzugeben. Dies bedeutet, dass Angreifer im Falle eines Diebstahls mit einer Karte für ein sehr teures Produkt bezahlen können.
Ein interessantes Detail ist im PoC-Video erkennbar: Es werden zwei Smartphones verwendet, eines liest Daten von einer Kreditkarte, das andere wird zu einem Zahlungsterminal gebracht. Es wird davon ausgegangen, dass es nicht einmal notwendig ist, die Karte zu stehlen, es reicht aus, die Kreditkarte zum richtigen Zeitpunkt erfolgreich zu küssen. Bisher waren solche Angriffe auf das kontaktlose Zahlungssystem einfach unpraktisch. Sie bleiben so, aber die Forschung macht sie etwas gefährlicher, als wir es gerne hätten.
Eine detaillierte Studie zu diesem Thema wurde noch nicht veröffentlicht - die Forscher versprechen, die Arbeit bereits im Mai 2021 mit allen Details einzureichen. Bisher ist Folgendes bekannt: Die Sicherheitsanfälligkeit liegt in der Möglichkeit, den Status der Zahlungskarte zu ändern, die bei Kontakt mit dem Terminal übertragen wird. Genauer gesagt gibt es zwei Status: Der eine informiert das Terminal darüber, dass keine PIN-Code-Eingabe erforderlich ist, der zweite - dass die Karte auf dem Benutzergerät (z. B. auf einem Smartphone) autorisiert ist. Normalerweise führt die Kombination dieser Anzeigen dazu, dass das Terminal nach einer PIN fragt. In einem Angriffsszenario werden Daten von einer Karte von einem Smartphone gelesen, auf ein anderes Smartphone übertragen und dabei geändert. Das Limit für kontaktlose Zahlungen in der Schweiz beträgt CHF 80 (€ 74 zum Zeitpunkt der Veröffentlichung). Die Forscher zahlten ohne Genehmigung 200 Franken und nutzten die entdeckte Sicherheitslücke.
Höchstwahrscheinlich sind viele Visa Kredit- und Debitkarten anfällig. Es ist auch möglich, dass die Ersetzung des Status auf den Karten des Discover- und des Union Pay-Systems möglich ist. Sicherheitslücken werden von Mastercard-Karten nicht beeinflusst (mit Ausnahme der frühesten kontaktlosen), da dort der Status, mit dem Sie die Notwendigkeit der Eingabe einer PIN umgehen können, nicht im laufenden Betrieb geändert werden kann. Den Forschern selbst ist nicht bekannt, ob alle Karten oder nur einige oder bestimmte Banken für einen bestimmten Zeitraum betroffen sind. Die Empfehlungen sind einfach: Verlieren Sie Ihre Karte nicht und verwenden Sie eine Brieftasche, die die drahtlose Funkkommunikation isoliert. Okay, eine Brieftasche ist nicht erforderlich, aber es ist besser, Ihre Karte nicht zu verlieren.
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